digital ZEIT Fachtag 2026: Die Erfolgsstory geht weiter

Das abwechslungsreiche Vortragsprogramm rund um HR und Sicherheit bot fachliche Impulse mit Praxisbezug
Auch die vierte Veranstaltung des Zeiterfassungsspezialisten stieß auf große Resonanz bei Kunden und Interessenten und lieferte fundierte Einblicke in aktuelle Fachthemen
Zum vierten Mal lud digital ZEIT zu einem Tag der Begegnung mit hochkarätigen Vorträgen und Zeit für fachlichen Austausch ein. Wie die letzten Jahre wurde die Einladung gerne angenommen und der liebevoll restaurierte Fachwerksaal der ehemaligen Scheune im Hotel Ochsen in Merklingen war von den über neunzig Anwesenden gut gefüllt.
“Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie sich bewusst die Zeit genommen haben, heute hier zu sein”, freute sich Wolfgang Volz, Geschäftsführer von digital ZEIT. „Der Fachtag soll aber nicht nur als Wissensplattform dienen, wir wollen auch einen Tag des Austausches bieten und Sie fachlich begleiten.“ Volz umriss die Themen der vier Vorträge, die das Team von digital ZEIT für die Besucher organisiert hatte.
Betriebsbedingte Kündigung – rechtssicher und praxisnah erläutert
Den ersten Vortrag hielten wie in den letzten Jahren die Anwälte von der Kanzlei Urwantschky Dangel Borst PartmbB. Die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Juliane Wagner, und Rechtsanwalt Mario Dietrich stellten das Thema „Betriebsbedingte Kündigung“ vor. Voraussetzungen für einen Kündigungsschutz sind, dass der Betrieb regelmäßig mehr als zehn Mitarbeitende beschäftigt und das Arbeitsverhältnis des Arbeitsnehmers länger als sechs Monate besteht. In diesem Fall muss eine Kündigung sozial gerechtfertigt sein.
Voraussetzungen der betriebsbedingten Kündigung
Erläutert wurden außer- und innerbetriebliche Gründe, die einen Wegfall des Arbeitsplatzes auslösen können – etwa Auftragsrückgänge, Marktveränderungen oder unternehmerische Entscheidungen wie Umstrukturierungen und Outsourcing. Während externe Ursachen vor Gericht oft schwer belegbar sind, werden innerbetriebliche Entscheidungen grundsätzlich akzeptiert, sofern sie nicht willkürlich sind und nachvollziehbar umgesetzt werden. Bei jeder betriebsbedingten Kündigung muss aber geprüft werden muss, ob eine Weiterbeschäftigung auf einem anderen freien Arbeitsplatz möglich wäre. Erst wenn diese Option ausscheidet, kommt eine Beendigungskündigung als letztes Mittel in Betracht.
Große praktische Relevanz hat zudem die Sozialauswahl: Anhand von Kriterien wie Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Unterhaltsverpflichtungen und Schwerbehinderung zeigt sich häufig, dass Kündigungen an formalen Fehlern scheitern.
Anschließend wurde auf besondere Pflichten bei Massenentlassungen hingewiesen. Werden gesetzliche Schwellenwerte überschritten, sind Anzeige- und Beteiligungsverfahren zwingend einzuhalten, da Verstöße schnell zur Unwirksamkeit von Kündigungen führen können.
Digitale Assistenzsysteme für modernes Personalmanagement
Maximilian Denzel, Vertriebsmitarbeiter bei digital ZEIT stellte die nächste Generation der AVERO®-Lösung vor. Dank der Neuerungen der letzten Jahre wirken moderne Zeiterfassung, Zutrittskontrolle und Betriebsdatenerfassung heute als verlässliche Assistenzsysteme im Hintergrund. Ähnlich wie Sicherheits- und Komfortfunktionen im Automobil sorgen diese Lösungen dafür, dass betriebliche Abläufe stabil, rechtskonform und effizient bleiben. Denzel zeigte auf, wie sich AVERO® seit den 1980er-Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat – von klassischer Zeiterfassung bis hin zu integrierten Webanwendungen, Cloud- und Hybridmodellen. Unternehmen profitieren heute und speziell in der vor wenigen Wochen erschienen AVERO® Version 16.0 von flexiblen Betriebsvarianten sowie einer breiten Geräteunterstützung, die auch mobile und Non-Desk-Worker einbindet.
AVERO 16.0 unterstützt die Personalabteilung bei der Digitalisierung
Verbesserte Bedienkonzepte, optimierte Buchungs- und Auswertungsmöglichkeiten sowie umfangreiche Sicherheits- und Berechtigungssysteme unterstützen Personalabteilungen im Tagesgeschäft. Gleichzeitig helfen integrierte Prüfmechanismen dabei, arbeitszeitrechtliche Vorgaben wie Ruhezeiten oder Höchstarbeitszeiten zuverlässig einzuhalten. Ergänzt wird das System durch vielfältige Schnittstellen und Integrationen, die eine nahtlose Anbindung an bestehende HR-, Lohn- und ERP-Systeme ermöglichen. Ein Ausblick zeigte, dass digital ZEIT künftig verstärkt auf Web-Technologien, Cloud-Angebote und zusätzliche Services setzen wird, um Unternehmen weiterhin bei der Digitalisierung ihres Personalmanagements zu begleiten.
Erste Einblicke in neues Portal meinAVERO
Um den digital ZEIT Kunden zukünftig nicht nur die umfassende Hilfe durch die Support-Hotline, Schulungen und unser bestehendes Handbuch zu bieten, will der Zeiterfassungsspezialist ein neues Kundenportal schaffen. Dort soll mittels kurzer Lernvideos zusätzliche Unterstützung angeboten werden. Walter Schmidt, der die IT-Infrastruktur im Hause digital ZEIT betreut, stellte die Plattform gemeinsam mit Maximilian Denzel vor. Mittels einer mobilen Umfrage wurden dazu die Kundenwünsche der Anwesenden abgefragt, um diese zu berücksichtigen.
Cybercrime heute: Organisiert wie ein Unternehmen
Spannend auch der nächste Vortrag „Bekämpfung und Prävention von digitaler Kriminalität“, den Thomas Mayer, Kriminalhauptkommissar und stellvertretender Leiter des Kommissariats 11/Cybercrime, hielt. Er begann mit einem Rückblick auf die späten 80er Jahre als Twix noch Raider war. Damals gab es autonome Fahrzeuge nur bei „Knight Rider“ mit David Hasselhoff, ein vollautomatisches Kampfgerät wie „Terminator“ war ebenfalls noch Science-Fiction und auch mit einem Bildschirm zu telefonieren, wie Captain James T. Kirk in „Raumschiff Enterprise“ war nur Film. Heute ist das alles Realität geworden. Ein modernes Smartphone hat eine RAM von mindestens 4 Gigabyte, was über 1.000.000-mal mehr ist als der Apollo 11 Computer, der nur 2.048 Bytes hatte. „Nur das Beamen klappt immer noch nicht“, scherzte er.
Cyberkriminalität erreicht neue Dimension organisierter Kriminalität
Eine Sache habe sich jedoch nicht verändert, so Mayer: „Die Täter auf der anderen Seite wollen nach wie vor eines – Geld.“ Cyberkriminalität habe sich zu einer hoch professionalisierten, international vernetzten Form organisierter Kriminalität entwickelt. Über sogenannte Crime-as-a-Service-Angebote werden im Darknet kriminelle Dienstleistungen arbeitsteilig angeboten – von Phishing-Kampagnen über Schadsoftware bis hin zu vollständigen Angriffspaketen. Die Strukturen ähneln dabei legalen Online-Plattformen: Auch technisch wenig versierte Täter können Angriffe „einkaufen“. Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Für Deutschland schätzen Sicherheitsbehörden und Verbände den Schaden durch Cyberkriminalität im Jahr 2024 auf rund 180 Milliarden Euro. Weltweit gehen Experten für das Jahr 2025 von mehr als 10 Billionen US-Dollar aus – eine Größenordnung, die klassische Felder der organisierten Kriminalität deutlich übertrifft.
Wichtige Backup-Regel und weitere Tipps für mehr Sicherheit
Für Unternehmen sei deshalb nicht die Frage, ob sie angegriffen werden, sondern wann, betonte Mayer. Umso wichtiger seien Prävention, klare Prozesse und technische Schutzmaßnahmen. Besonderes Augenmerk legte er auf die Datensicherung: Empfohlen wird die 3-2-1-1-Backup-Regel, bei der neben mehreren Sicherungskopien auch ein offline vorgehaltenes Backup existiert, das selbst bei einem erfolgreichen Ransomware-Angriff nicht erreichbar ist.
Sicherheit ganzheitlich denken: Videoüberwachung und Zeiterfassung im Zusammenspiel
Im Impulsvortrag „Wir sind Reif für Sicherheit“ zeigte Andreas Kopp, Geschäftsführer der Reif GmbH, wie moderne Sicherheitstechnik und elektronische Zeiterfassung sinnvoll miteinander vernetzt werden können. Das seit über 20 Jahren tätige Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrung in Brand-, Einbruch- und Videoüberwachung sowie in Zutrittskontrollsystemen.
Anbindung von Zeiterfassung an Video- und Zutrittssysteme bietet Vorteile
Im Fokus stand das Zusammenspiel von Videoüberwachung, Zutrittskontrolle und Zeiterfassung. Durch die intelligente Verknüpfung der Systeme lassen sich Anwesenheiten nachvollziehen, Zugriffe überprüfen und sicherheitsrelevante Situationen frühzeitig erkennen – insbesondere vor dem Hintergrund von Arbeitsschutz, Haftungsfragen und Dokumentationspflichten.
Gleichzeitig wurde betont, dass Datenschutz und rechtliche Vorgaben, etwa nach dem BDSG, von Beginn an mitzudenken und Datenschutzbeauftragte frühzeitig einzubeziehen sind. Abschließend wurde deutlich, dass nachhaltige Sicherheitskonzepte heute nicht aus einzelnen Technologien bestehen, sondern aus dem abgestimmten Zusammenspiel mehrerer Systeme. Die Zusammenarbeit mit digital ZEIT im Bereich der elektronischen Zeiterfassung zeigt, wie Sicherheits- und Personalmanagementlösungen dabei sinnvoll ineinandergreifen können.
Resümee des digital ZEIT Fachtags 2026
Der digital ZEIT Fachtag 2026 zeigte einmal mehr, wie wichtig der fachliche Austausch ist, denn die Anforderungen an HR-, Sicherheits- und IT-Verantwortliche wachsen – ebenso aber die Möglichkeiten, ihnen mit durchdachten Lösungen und starkem Austausch zu begegnen.





