Nahtlose Umstellung von PEGASYS auf SmartINTEGO von SimonsVoss

Veröffentlicht: 17.02.2026

Aktualisiert: 17.02.2026

Lesezeit: 11 Minuten

Inhaltsverzeichnis

    Wenn PEGASYS-Komponenten künftig nicht mehr weiter ausgebaut werden können oder der Herstellerwechsel eine Modernisierung erzwingt, ist eine schrittweise Umstellung der pragmatischste Weg. Entscheidend ist, dass Ihr Zutrittssystem während der Migration stabil weiterläuft und bestehende Offline-Schließkomponenten nutzbar bleiben. Mit AVERO® von digital ZEIT können Sie PEGASYS/Normbau-Offline-Komponenten weiter betreiben und neue Türen parallel mit SimonsVoss SmartINTEGO anbinden. So vermeiden Sie einen „Big Bang“-Austausch, reduzieren Projekt- und Investitionsrisiken und schaffen eine zukunftsfähige Plattform für Erweiterungen.

    • Bestehende PEGASYS-Offline-Komponenten können weiter genutzt werden, während neue Türen mit SmartINTEGO ergänzt werden.
    • Der Parallelbetrieb in einem System reduziert Umstellungsdruck, Kosten-Spitzen und Betriebsrisiken.
    • Die Migration kann standortweise, gebäudeteilweise oder nach Prioritäten (kritische Türen zuerst) erfolgen.
    • Wichtig sind Rollen/Rechte, Dokumentation, DSGVO-Konzept sowie ein sauberer Freigabe- und Berechtigungsprozess.
    • Schnittstellen, Hardware und Zusatzmodule sollten früh geprüft werden, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

    Ausgangslage: Warum PEGASYS-Kunden jetzt einen Migrationspfad brauchen

    Viele Unternehmen im Mittelstand setzen seit Jahren Offline-Zutrittskomponenten ein, weil sie robust, wartungsarm und in Bestandsgebäuden leicht zu betreiben sind. Wenn sich im Markt jedoch Hersteller- und Produktlinien verändern, entsteht ein typisches Dilemma: Das System funktioniert zwar noch, lässt sich aber nicht mehr wie gewohnt erweitern oder standardisieren.

    Für PEGASYS-Kunden bedeutet das in der Praxis: Bestehende Türen sollen weiterhin zuverlässig schließen, aber neue Türen, Umbauten oder Ersatzbeschaffungen müssen sich am aktuellen Portfolio orientieren. Damit wird SmartINTEGO als zukünftige Komponentengeneration relevant – und es braucht eine Lösung, die Übergang und Betriebssicherheit gleichermaßen abdeckt.

    Wenn Sie sich grundsätzlich mit Systemanforderungen beschäftigen, hilft ein Überblick über Zutrittskontrolle, um Begriffe, Sicherheitsziele und typische Projektbausteine einzuordnen.

    Begriffe kurz erklärt: Offline-Zutritt, Feiertage und Sondertage

    Offline‑Zutrittskomponenten (z. B. Türzylinder, Beschläge oder Leser) entscheiden lokal an der Tür, ob ein Zutrittsausweis berechtigt ist.
    Die Berechtigungsverwaltung erfolgt zentral in AVERO. Die Übertragung der Zutrittsrechte auf die Mitarbeiterausweise geschieht typischerweise über ein Zeiterfassungsterminal oder einen Berechtigungsleser, ohne dass jede Tür online angebunden sein muss.

    Feiertage und Sondertage gehören primär zur Zeiterfassung, werden in der Praxis jedoch häufig organisatorisch mit dem Zutritt verknüpft, um eine einfache und sichere Zutrittsregelung zu ermöglichen. Dadurch können Unternehmen den Zutritt an arbeitsfreien Tagen gezielt steuern und unbefugten Zugang verhindern.

    Der Kernansatz: Parallelbetrieb statt Komplettaustausch

    Die wichtigste Strategie in solchen Umstellungsphasen ist, den Betrieb nicht zu gefährden. Ein Komplettaustausch aller Komponenten in kurzer Zeit ist in der Realität selten sinnvoll, weil er Budgetspitzen, Lieferkettenrisiken, Montageaufwand und operative Störungen bündelt.

    Der Parallelbetrieb bedeutet: Sie behalten die vorhandenen PEGASYS/Normbau-Offline-Komponenten im Einsatz und ergänzen neue Türen oder Ersatzkomponenten mit SmartINTEGO. Die Verwaltung erfolgt zentral, sodass Security/Facility/IT nicht zwei getrennte „Inseln“ pflegen müssen.

    Mit AVERO® können beide Komponentwelten in einem System organisiert werden: Die Bestandsanlage läuft weiter, die Zukunftskomponenten werden planbar ergänzt. Für viele Mittelständler ist genau das der entscheidende Hebel, um Modernisierung in sinnvollen Etappen umzusetzen.

    Vorteile:

    Ein gemeinsames Verwaltungssystem reduziert operative Komplexität. Statt zwei Datenbestände, zwei Rollenmodelle und zwei Auswertungslogiken zu pflegen, etablieren Sie ein zentrales Vorgehen – und minimieren so Fehlerquellen bei Berechtigungen.

    Ein weiterer Vorteil ist die Standardisierung: Sie können Namenskonventionen, Türgruppen, Zeitprofile und Verantwortlichkeiten einheitlich definieren. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Standorte, viele Abteilungen oder ein Betriebsrat involviert sind und Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert werden müssen.

    Auch wirtschaftlich ist der Ansatz relevant: Die Umstellung wird zu einem Investitionsprogramm mit Etappen (z. B. bei Umbauten, Mieterwechseln oder ohnehin geplanten Modernisierungen). Typischerweise liegen Projekte für die Einführung/Erweiterung – je nach Standortanzahl, Türanzahl, Hardwaremix, Rechtekonzept und IT-Anbindung – häufig zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten. Die Kosten variieren stark und hängen unter anderem von Montageaufwand, Komponentenanzahl, Ausweis-/Medienstrategie und der Tiefe der Prozessintegration ab.

    Wenn Sie parallel auch Hardware-Strategien (z. B. Programmiergeräte, Auslesestationen, Terminals) betrachten, ist der Überblick zu Zeiterfassung-Hardware als Denkanstoß hilfreich, wie Hardwarelandschaften in Unternehmen typischerweise strukturiert und betrieben werden.

    Checkliste: So planen Sie die Umstellung von PEGASYS auf SmartINTEGO sauber

    • Bestandsaufnahme: Türen, Komponenten, Standorte, Sicherheitszonen, Medien (Karte/Transponder) und Verantwortlichkeiten erfassen.
    • Priorisierung: Welche Türen sind kritisch (Serverräume, Produktion, Gefahrstoff, HR), welche können später folgen?
    • Rechte- und Rollenmodell: Wer darf anlegen, vergeben, freigeben, auswerten? Trennung von Admin/Operativ/Audit.
    • Prozess & Dokumentation: Berechtigungsanträge, Freigaben, Protokollierung, Revisionsanforderungen definieren.
    • Technikpfad festlegen: Welche Türen bleiben vorerst PEGASYS, welche werden SmartINTEGO (z. B. bei Umbau)?
    • Medienstrategie: Einheitliche Ausweise/Transponder prüfen, um Nutzerkomfort und Verwaltung zu verbessern.
    • DSGVO & Betriebsrat: Zweck, Zugriff, Aufbewahrung, Auswertungen und Informationspflichten früh klären.
    • Rollout-Plan: Pilotbereich wählen, Lessons Learned dokumentieren, dann standortweise ausrollen.

    Praxisbeispiel aus dem Mittelstand: Zwei Standorte, Schichtbetrieb, modernisieren ohne Produktionsstopp

    Ein Produktionsunternehmen mit 900 Mitarbeitenden betreibt an zwei Standorten eine Offline-Schließanlage mit PEGASYS-Komponenten. In der Fertigung läuft Schichtbetrieb, zusätzlich gibt es sensible Bereiche (QS-Labor, Werkzeugausgabe, Serverraum). Der Bedarf: Ein Neubau-Trakt soll eröffnet werden, und mehrere Türen im Bestand müssen ersetzt werden. Gleichzeitig soll der Betrieb ungestört weiterlaufen.

    Die Stakeholder sind typisch: Geschäftsführung (Budget und Risiko), Operations/Schichtleitung (Zugang muss immer funktionieren), IT (Berechtigungsprozesse, ggf. Anbindung), HR (On-/Offboarding), Facility (Montage/Service), sowie der Betriebsrat (Transparenz bei Protokollen).

    Der sinnvolle Ansatz: Der Neubau-Trakt wird direkt mit SmartINTEGO-Komponenten ausgestattet. Der Bestand bleibt zunächst PEGASYS. Mit AVERO® werden beide Welten zentral verwaltet, sodass Mitarbeitende mit einem konsistenten Berechtigungsprozess arbeiten. Türen werden nach und nach umgestellt – zuerst die Bereiche mit häufigen Änderungen (z. B. neue Teams/Projektflächen), später die stabilen Bereiche.

    Typische Stolpersteine in solchen Projekten sind weniger die Technik, sondern Organisation und Datenqualität: unklare Zuständigkeiten, fehlende Türlisten, uneinheitliche Benennungen, oder zu breite Adminrechte. Wer diese Punkte früh strukturiert, reduziert Nacharbeiten und Audit-Risiken deutlich.

    Wenn zusätzlich Prozesse in der Produktion oder Betriebsmittelbewegungen eine Rolle spielen, kann ein Blick auf Betriebsdatenerfassung helfen, den „End-to-End“-Gedanken von Zutritt bis Prozessdaten sauber zu denken.

    Schnittstellen, Erweiterungen und Module: Worauf IT und Security achten sollten

    Gerade in Unternehmen ab ca. 50 bis 3000 Mitarbeitenden ist die Zutrittsverwaltung selten ein isoliertes System. Häufig gibt es Anforderungen an Benutzerstammdaten, Standortstrukturen, Ausweisverwaltung oder die Übergabe von Rollen aus einem zentralen Verzeichnis.

    Für die Planung ist daher wichtig: Welche Systeme sollen angebunden werden (z. B. HR-Quelle für Eintritt/Austritt, Identity-Management, Ticketing)? Welche Protokolle und Datenflüsse sind zulässig? Welche Daten müssen minimiert oder pseudonymisiert werden (DSGVO)? Und wer darf Zugriff auf Protokolle erhalten?

    Um diese Fragen strukturiert zu beantworten, ist es sinnvoll, Schnittstellen und Integrationsoptionen früh zu prüfen, statt sie „am Ende“ nachzuschieben. Eine gute Orientierung bieten die Themen unter Schnittstellen, weil dort typische Integrationslogiken und Abhängigkeiten greifbar werden.

    Wenn Sie zusätzliche Anforderungen haben (z. B. besondere Standorte, erweiterte Funktionen, spezielle Prozessmodule), lohnt sich außerdem ein Blick auf Zusatzmodule, um den Funktionsumfang entlang Ihrer Roadmap zu planen.

    Sicherheit: DSGVO, Betriebsrat und Nachweis-/Dokumentationspflichten in Deutschland

    Zutrittsdaten können personenbezogene Daten sein, insbesondere wenn Protokolle mit Identitäten verknüpft werden. In Deutschland ist es daher üblich, früh klare Regeln zu definieren: Zweckbindung (Sicherheit/Schutz), Zugriffsbeschränkungen, Aufbewahrungsfristen, Auswertungsanlässe und Transparenz gegenüber Beschäftigten.

    Der Betriebsrat ist in vielen Unternehmen ein zentraler Partner, weil es um Nachvollziehbarkeit und potenzielle Leistungs-/Verhaltenskontrolle geht. Praxistauglich sind Regelungen, die Sicherheitsanforderungen erfüllen, aber Auswertungen streng an Anlässe binden und Rollen klar trennen (z. B. Audit nur durch definierte Stellen).

    Wichtig ist auch die Dokumentation: Wer hat wann welche Berechtigung erhalten, wer hat sie genehmigt, und wann wurde sie entzogen? Gerade bei Offboarding-Prozessen ist ein sauberer, nachweisbarer Ablauf ein Sicherheits- und Compliance-Thema.

    Typische Folgefragen

    • Können Mitarbeitende während der Umstellung ein einheitliches Medium (Karte/Transponder) nutzen?
    • Wie definieren wir Türgruppen, Zeitprofile und Rollen, wenn zwei Komponententypen parallel laufen?
    • Welche Türen sollten wir zuerst auf SmartINTEGO umstellen – nach Risiko, Änderungsrate oder Bauprojekten?
    • Wie gestalten wir Berechtigungs-Workflows (Antrag, Freigabe, Umsetzung) revisionssicher?
    • Welche Daten dürfen protokolliert werden, und wer darf Protokolle einsehen (DSGVO/Betriebsrat)?
    • Welche Integrationen sind sinnvoll (HR, IAM, Ticketing), und was ist der minimale Startumfang?

    FAQ

    Müssen PEGASYS-Kunden sofort alle Türen auf SmartINTEGO umrüsten?

    In der Praxis ist eine sofortige Komplettumrüstung selten nötig oder sinnvoll. Ein schrittweiser Austausch nach Prioritäten (z. B. Neubau, Umbau, kritische Türen) reduziert Risiko und verteilt Budget und Montageaufwand über planbare Etappen.

    Was bedeutet „Parallelbetrieb“ bei Offline-Zutrittskomponenten konkret?

    Parallelbetrieb heißt, dass bestehende PEGASYS/Normbau-Offline-Komponenten weiter genutzt werden, während neue oder ersetzte Türen mit SmartINTEGO ausgestattet werden. Die Verwaltung und Organisation erfolgt zentral, damit Prozesse, Rollen und Dokumentation konsistent bleiben.

    Welche Unternehmensbereiche sollten in die Umstellung einbezogen werden?

    Typisch sind Facility/Technik, IT, Security, HR (On-/Offboarding), Schichtleitung/Operations sowie – je nach Unternehmen – der Betriebsrat. Je früher Zuständigkeiten und Freigaben geklärt sind, desto reibungsloser läuft der Rollout.

    Wie lange dauert eine Einführung oder Erweiterung typischerweise?

    Das hängt stark von Türanzahl, Standorten, Rechtekonzept, Hardwaremix und Integrationsumfang ab. Häufig bewegen sich Projekte zwischen einigen Wochen (kleiner Pilot) und mehreren Monaten (mehrere Standorte, komplexe Prozesse, viele Türen).

    Welche typischen Fehler passieren bei der Migration?

    Häufige Ursachen sind unvollständige Bestandsdaten, uneinheitliche Türbezeichnungen, zu breite Adminrechte, fehlende Freigabeprozesse oder zu spät geklärte Datenschutzanforderungen. Eine strukturierte Checkliste und ein Pilotbereich verhindern viele dieser Probleme.

    Welche Vorteile hat eine schrittweise Modernisierung gegenüber einem „Big Bang“?

    Sie halten den Betrieb stabil, reduzieren Ausfall- und Lieferkettenrisiken und können Investitionen nach Bedarf planen. Zudem lernen Sie im Pilotbetrieb, wie Prozesse und Rollen im Alltag funktionieren, bevor Sie großflächig ausrollen.

    Kann man SmartINTEGO in unterschiedlichen Varianten nutzen?

    Ja, SmartINTEGO kann je nach Anforderungen in unterschiedlichen Ausprägungen geplant werden (z. B. Virtual Network oder Wireless-Online-Ansätze). Entscheidend ist, dass die gewählte Variante zu Ihrem Gebäude, Sicherheitsniveau, Betriebsmodell und Servicekonzept passt.

    Überzeugt?
    Machen Sie Ihr Projekt zu unserem.
    Überzeugt?
    Machen Sie ihr Projekt zu unserem.
    Zufriedene Kunden

    Auszug erfolgreich durchgeführte Projekte